El Inca “der Inka”
Ein Beitrag über Gómez Suárez de Figueroa auch Inca Garcilaso de la Vega genannt, ein letzter Enkel der Inka. Er war ein berühmter peruanischer Dichter und Schriftsteller.
Einige Zeit nach der Eroberung des Inka - Reichs durch die Spanier 1532 wurde die Tochter des Inka-Herrschers Athahualpa mit einem adeligen Spanier vermählt. Garcilaso de la Vega war der erstgeborene Sohn, das im Spannungsfeld zwischen indianischer und spanischer Kultur aufwuchs.

El Inca Garcilaso de la Vega
Quelle: Wikipedia
Um mehr über jene Menschen zu erfahren, die sein Volk unterjochten und die Kultur seiner Vorfahren zerstört hatten, ging De la Vega nach Madrid. Dort studierte er das Leben der Spanier und schrieb einem inneren Antrieb folgend mehrere Bücher über die Lebensweise und Rieten seines Volkes — der Inka. Diese „Comentarios Reales de los Inkas“ haben heute einen unschätzbaren Wert für das Verständnis der Inka Kultur. Garcilaso de la Vega kehrte nie mehr in seine Heimat zurückkehren. Er starb in hohem Alter am 14.10.1636 in Madrid.
Er verfaßte 1609 die „Comentarios Reales de los Incas“ und beschrieb darin das Leben und die Rieten der Inkas vor der Eroberung durch die Spanier. Es handelt sich dabei um eine der weinigen schriftlichen Aufzeichnungen eines Augenzeugen aus dieser Zeit. Waman Puma de Ayala beschrieb ebenfalls auf spanisch das Leben der Inka und die Conquista.
Im Buch „Comentarios Reales de los Incas“ (es besteht aus zwei Bänden) schreibt der Autor auch über die K´atú – Frucht innerhalb der Inka – Kultur und die besondere Bedeutung. Somit können wir davon ausgehen, dass K´atú ein Bestandteil der Inka Hochkultur war. Bis vor Kurzem konnte die indianische Herkunft von K´atú und sein kultureller Hintergrund nur durch Grabungsfunde wissenschaftlich belegt werden.

alte Landkarte mit K´atú

March 6th, 2007 at 2:08 pm
In welchem Buch und Kapitel schreibt Garcilaso das oder erwähnt auch nur k’atu (schwerlich in dieser Schreibung)? Ich habe mich eigentlich intensiv mit diesem Autor befasst, aber die Erwähnung von K’atu oder Ähnlichem als Frucht ist mir entgangen. Im Quechua haben qatu und katu (k’atu wäre eine Variante im bolivianischen Quechua und Aymara) nach meinem Kenntnisstand folgende Bedeutungen: “Markt”, “Handel”, “Geschäft”, Verkauf”, “Ware” oder (katu) “Rest”, “Überbleibsel”, das was man nicht verwendet und wegwirft. Keine Spur von einer k’atu-, katu-, catu-, qatu-Frucht. Großes Geheimnis der Schamanen? Oder treffen die beiden erwähnten Bedeutungen tatsächlich zu? wl
March 7th, 2007 at 9:14 am
Garcilaso de la Vega schreibt im Libro octavo über die K´atú Frucht. Der Name des Getränks K´atú ergibt sich aus der verwendeten Frucht, die ebenfalls K´atú genannt wird. K´atú stammt ursprünglich aus der Callawaya – Sprache oder anders geschrieben bei Wikipedia zu finden unter Kallawaya http://de.wikipedia.org/wiki/Kallawaya und ist heute die übliche und gängige Bezeichnung für die Frucht und das Getränk. Die Callawaya – Sprache wurde vor allem von Heilern und Schamanen verwendet, bestimmte Begrifflichkeiten wurden jedoch im Andenraum von andere Sprachen übernommen – so auch K´atú. Sie liegen also ganz richtig, wenn Sie K´atú nicht mittels Quechua übersetzen konnten. Ein sehr gutes Wörterbuch mit Erklärungen zur Callawaya - Sprache ist schon 1968 in La Paz erschienen, „El Idioma Secreto de los Incas – La Lengua Secreta de los Incas“ von Enrique Oblitas Poblete. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, unter katu@katu.info können Sie mich auch direkt erreichen! Michael Suitner