Mentale Wellness, Selfness und K´atú
Ich glaube, Matthias Horx hat den Begriff “Selfness” aufgebracht. Er meint damit die Hinwendung der Menschen zu einem bewussteren Leben, das Interesse sich selbst zu verändern und dafür auch etwas zu tun. Ich sehe diese Strömung umfassender: Es geht nicht nur darum, sich zu “individualisieren” im Sinne von äußeren Verhaltensweisen, Hobbies, Konsumgewohnheiten. Es geht nicht um eine Individualisierung des äußeren Lebens, es geht vielmehr darum, seine mentale Befindlichkeit selbst zu bestimmen. Nicht mehr abhängig davon zu sein, ob man einen guten Tag hatte. Sondern seine Stimmung zu entkoppeln von externen Einflüssen, nicht mehr abhängig zu sein von dem, was von außen an einem herangetragen wird. Dieses Bedürfnis nach Mentaler Wellness spiegelt sich im Verhalten der Menschen deutlich wieder: Sie betreiben Yoga oder Meditation, gehen Laufen (aber nicht wegen körperlicher Fitness sondern) um sich “besser zu fühlen”, ernähren sich bewußter um ihren mentalen Zustand zu stärken oder trinken K´atú.

April 23rd, 2007 at 12:17 pm
Selfness, Wellness, alles abgedroschene Sager, mit denen manche gutes Geld verdienen!
April 25th, 2007 at 11:22 am
Du hast natürlich Recht, dass diese künstlich gehypten Begriffe nervig sind: Andererseits: Neue Strömungen verlangen auch neue Definitionen, da ist es oft nicht sinnvoll, schon besetzte Vokabeln zu verwenden. Und an obigem Artikel ist inhaltlich schon was dran, nicht?